Jahresprogramm 2018/19

EXPERTENGESPRÄCHE 

EXPERTENGESPRÄCHE ALS BEGLEITVERANSTALTUNGEN zu RECHTS: EX UND POP – ab mai laden wir expert*innen zu den themen "RESONANZRÄUME FÜR VORURTEILE UND IDEOLOGIEN VON RECHTS", "VERSCHWÖRUNGSIDEOLOGIEN“ und „GEWALTFREIE KOMMUNIKATION" in unseren raum, mittelstr. 17, ein. 
 

Im Gespräch mit Rita Geimer-Schererz, Pädagogin, Politologin, Mediatorin und zert. Trainerin für Gewaltfreie kommunikation, u.a. im dialog forum in mörlenbach, dessen inhaberin sie selbst ist. (der termin am 26.5. wurde aus krankheitsgründen verschoben. der neue termin wird bald bekanntgegeben)

gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg liefert einen rahmen für die entwicklung von Fähigkeiten, die bei der Lösung menschlicher Probleme von Nutzen sind, sowohl in persönlichen Beziehungen als auch bei politischen Konflikten. Die GfK kann sowohl präventiv als auch zur Lösung bestehender Konflikte eingesetzt werden. Es geht darum die eigene Aufmerksamkeit auf Gefühle und Bedürfnisse zu lenken, die wir haben, und einfühlend in einen Dialog zu anderen zu kommen. Äußerungen, die oftmals fordernd oder feindselig gemacht oder verstanden werden und zu Gewalt gegen uns selbst bzw. andere führen, werden durch den Prozess der GfK bewusst gemacht und inspirieren zu mitfühlendem Handeln und Verbundenheit.
Dr. Marshall B. Rosenberg, psychologe, entwickelte die Gewaltfreie Kommunikation in den 1970er jahren. Er gründete das Center for Nonviolent Communication und war weltweit als Konfliktmediator und Friedensstifter tätig.


Im Gespräch mit Jan Rathje, Politikwissenschaftler und Experte für Verschwörungsideologien (amadeu antonio stiftung), am freitag, den 2.6.2017 um 19.30 uhr

Verschwörungsideologien konstruieren einfache Weltbilder und Rollen: Da gibt es die bösen Verschwörer*innen und die Guten, welche die Verschwörung aufdecken und bekämpfen. Ein wesentliches Element von Verschwörungsideologien ist deren identitätsbildende Funktion. Sie bieten ihren Anhänger*innen neben dem negativen Feindbild ein positives Selbstbild, das ihnen in der Gesellschaft abhandengekommen zu sein scheint. Sie fühlen sich zugehörig zu der „Guten“ Seite und können sich nun ihr Unwohlsein erklären, mit dem sie sich bisher alleine gefühlt haben.


ausschnitt aus der heute show (ZDF) zu chemtrails
 (15.05.2015)

ausschnitt aus der heute show (ZDF) zum wahrheitskongress (10.04.2015)  


Im Anschluss an das Gespräch zeigen wir den Film „Die Mondverschwörung“ von Thomas Frickel, Regisseur und Filmproduzent

"Erhellend, komisch und erschreckend!" (Tagesspiegel, Berlin)
"Haarsträubende Realsatire" (Choices - kultur.köln.kino)


trailer zum film:

 

InDie Mondverschwörung“ (2011 gedreht) beginnt der Journalist Dennis Mascarenas seine Reise am Ufer der Esoterik und wird im Verlauf seiner Recherchen immer weiter in die verschwörungsideologischen Fahrwasser des Rechtsextremismus hineingezogen.


Im Gespräch mit Prof. Dr. Dierk Borstel, Rechtsextremismus-Forscher (fh dortmund), am freitag, 16.6.2017 um 19.30 Uhr

Resonanzräume für Vorurteile und Ideologien von Rechts können sowohl in analoger Weise, die U-Bahn sein, das Friseurgeschäft oder die Stammkneipe als auch digital, viel schneller wirkend, das Internet. Radikalisierte lauschen in diese Räume hinein und hören Aufforderungen heraus. Sie fühlen sich zum (gewaltvollen) Handeln bestärkt wenn sie den Parolen und Tiraden der „Anderen“ zuhören. Sie bekommen das Gefühl Handelnde zu sein, für das was doch die Mehrheit denke, ganz wie sie es in diesen Räumen wahrgenommen haben. So verselbständigen sich Weltbilder, radikalisieren sich Aktionen, veröffentlichen sich Themen die vorher Tabus waren.

 

 

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